12.08.2014

INTO THE WILD

Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, der zugleich so schön und feindselig ist wie Patagonien, eine...

„Der Typ aus ‘Into the Wild’ wäre in hier Patagonien schon am ersten Tag gestorben“ – dieses Zitat der Locals trifft den Nagel auf den Kopf. Denn wenn diese Region in den argentinisch-chilenischen Anden etwas ist, dann wild. Das konnte ich während meines Splitboard-Trips in Patagonien bei Temperaturen um die minus 30 Grad, heulendem Wind und starkem Schneefall mehr als einmal am eigenen Leib miterleben. Flaut der Wind dann aber einmal ab und geben die Wolken den Blick auf den frisch gefallenen Powder frei, ist alles vergessen, und die unberührte Wildnis Patagoniens zeigt ihre ganze Schönheit. Allein dafür ist es die weite Reise in die südliche Hemisphäre wert.

 

 

 

   

(Bild links) Diese Line nennen die Locals wegen der vielen weißen Couloirs, die von schwarzen Felsen durchzogen sind, ‚Zebra’. Vom Refugio El-Frey sind etwa zwei Stunden Hiken mit dem Splitboard und entlang der Ridge sowie etwas Kletterei nötig, um zu den Drop-Ins der verschiedenen Couloirs zu gelangen. Das raue Wetter Patagoniens machte es uns auch hier nicht unbedingt leicht. So standen wir zweimal vergebens am Drop-In, nachdem sich das verheißungsvolle morgendliche Wetter in eine windige Nebelsuppe verwandelt hatte. An diesem Tag passte aber alles zusammen, und wir konnten die engen Couloirs vom Zebra-Face so richtig rippen. Das machte das Riding hier zu einem ganz speziellen Erlebnis.

(Bild rechts) In Bariloche gibt es eine Schweizer Kolonie, die im 19. Jahrhundert von eingewanderten Schweizern gegründet wurde. Über meinem Kopf rechts hängt das Wappen meines Heimatkantons Wallis. Von Fondue und Rösti habe ich dann aber doch die Finger gelassen, denn die Jungs sind wohl schon zu lange von zu Hause weg, und außerdem gibt es in Argentinien nichts besseres als ‚Asados’ (BBQ) mit argentinischem Fleisch. 

 

                                                  

An diesem Tag zogen wir am Morgen noch durch den am Vorabend gefallenen Neuschnee und setzten vor der einzigartigen Kulisse der patagonischen Seenlandschaft einen Spray nach dem anderen. Am Nachmittag blies der starke Wind die Wolken im Hintergrund aber dann zu uns in die Berge und wir zogen uns zum Fliegenfischen auf ein Boot unten auf dem See zurück. Patagonien at it`s best! Wenn ich dort eines gelernt habe, dann dass man bezüglich des Wetters flexibel sein sollte. 

 

                                                  

                                                                                          Kurzer Hike vor dem oben beschriebenen Turn.

 

                                                  

Unser Filmer Grego Campi in seiner selbst gegrabenen Schneehöhle, die ihm als Schutz vor dem heulenden Wind diente, während er darauf wartete, dass wir unsere Lines erreichten.

 

   

(Bild links) Home Sweet Home: Unser Refugio El–Frey auf 2500 Meter war unser Basislager für die unzähligen Faces und Lines, die hier im Abendrot schimmern.

(Bild rechts) Die Crew (Thomas Orol, Yago Najda, Filmer und Fotograf Grego Campi, Martin Seiler) beim Line-Check vom Refugio El-Frey aus. Im Hintergrund links ist der Cerro Catedral zu sehen.

Andes olé!

 

                                                  

Ein superschmales Couloir. Wegen der Wärme und den dadurch drohenden Nassschneelawinen musste ich sehr früh los, konnte das Ding im ersten Morgenlicht fahren und war dann pünktlich zum Frühstück zurück – ein Wahnsinns-Run!

 

Fact Box: Patagonien

Saison: Juli bis Oktober (die besten Bedingungen gibt es von Mitte August bis Mitte September)

Resorts: Caviahue (1650-2958 Meter), Cerro Chapelco (1250-1600 Meter), Cerro Bayo (1050-1752 Meter), Cerro Catedral (1030-2000 Meter), Perito Moreno (1467-2220 Meter), La Hoya (1350-2050 Meter)

Hinkommen: Von Buenos Aires fliegen täglich Maschinen nach Bariloche, das nur etwa 20 Kilometer von Cerro Catedral entfernt ist. Von hier sind auch alle anderen Resorts mit dem Auto zu erreichen.

Währung: Argentinischer Peso (1 Euro = ca. 11 ARS)

Preise: Essen und Transport vor Ort sind recht günstig, ein Zimmer im Hostel gibt es ab umgerechnet 10 Euro pro Nacht, ein Tages-Skipass kostet etwa 36 Euro.

 

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