12.12.2014

From Kirgistan With Love

Im März 2014 machte sich der gemeinnützige Cappuccino Club aus Innsbruck auf den Weg ins rund 6.000...

...um seine Partner vor Ort zu besuchen und einen Dokumentarfilm über das Entwicklungsland an der Grenze zu China zu drehen. Neben der Kameraausrüstung gehörten auch Snowboards zum Reisegepäck.

                         

Bei mehreren Tassen Cappuccino kam einigen Snowboardern aus Innsbruck 2008 die Idee, einen Snowboardverein der etwas anderen Art zu gründen und Menschen zu helfen, die nicht das Glück haben, in einem reichen Industrieland zu leben. Seitdem hat der Cappuccino Club mehrere Charity-Aktionen organisiert und Geld für verschiedene soziale Projekte gesammelt. 2011 brachte ein Snowboard-Kalender beispielsweise mehr als 17.000 Euro ein – Geld das zu 100 Prozent in Mikro-Projekte in Kirgistan floss. Völkl Snowboards hat diese Kalender-Aktionen von Anfang an unterstützt und war begeistert, als der Verein zu einer Reise aufbrach, um einen Dokumentarfilm über das arme Land in Zentralasien zu drehen und die Partner vor Ort zu besuchen.

                                          
                  
                                         

Alois, einer der Mitbegründer des Cappuccino Clubs, arbeitet seit zwei Jahren in Kirgistan für eine Hilfsorganisation und begleitete die dreiköpfige Gruppe aus Innsbruck auf ihrer Reise durch das Land, die sie von der Hauptstadt Bishkek in die tief verschneiten kirgisischen Berge führte, die beinahe 94 Prozent des gesamten Staates bedecken. Erste Station des Trips war Suusamyr, ein Pass auf 3300 Metern, umgeben von einer kargen und surrealen Schneelandschaft. "Schneeforscher würden sich bestimmt über das Naturschauspiel freuen, das sich uns hier bot", erzählt Kameramann Niki Waltl.  "Unaufhaltsam verfrachtete der starke Wind den Neuschnee längs durch das Hochtal und blies ihn von den Kämmen und Geländekanten. Der Wind fraß regelrecht Muster in die Schneelandschaft. Triebschneefelder und Harschdeckel wechselten alle paar Meter." Trotz der schwierigen Schneebedingungen wurde die Gruppe auf ihren zahlreichen  Splitboard-Touren mit unberührten Powderfeldern und einem einzigartigen Panorama aus sich scheinbar endlos aneinanderreihenden Bergketten belohnt.
 

                          

Nach einigen Fun Shreds im Skigebiet Too-Ashu und ein paar Kicker-Sessions mit Locals  ging es nach knapp einer Woche wieder zurück in die Zivilisation; Interviews und Meetings mit örtlichen Hilfsorganisationen standen nun auf dem Programm. Als sie auf ihrem Weg zurück in die Stadt an einem Feld vorbeifuhren, auf dem gerade ein Polo-Turnier ausgetragen wurde, traute die Gruppe ihren Augen nicht: Statt einem Ball versuchten die beiden Reitermannschaften den Körper einer kopflosen Ziege in das gegnerische Tor zu befördern. Andere Länder, andere Sitten...
                         

Aber nicht nur die kulturellen Unterschiede waren offensichtlich. In der Stadt Karakol im Osten des Landes ist die Armut allgegenwärtig, seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist hier nicht viel passiert. "Diese Stadt hat ihren ganz speziellen Reiz. Umringt von riesigen Bergen und durchkreuzt von elendig breiten Straßen, lebt hier spürbar die Sowjet-Nostalgie. Irgendwie wie auf Kuba: alte schöne Häuser, aber total heruntergekommen. Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden", erzählt Hannes Fritzer vom Cappuccino Club.

 
   
   

Trotz seiner Armut und teils kargen Landschaft ist Kirgistan ein atemberaubend schönes Land mit unglaublich herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Nach knapp zwei Wochen ging ein unvergesslicher Trip in eine andere Welt zu Ende. "Bis wir alle Eindrücke verarbeitet haben, wird es eine ganze Weile dauern. Morgen geht unser Flieger aus einem Entwicklungsland zurück in die Erste Welt. Die sehen wir jetzt mit anderen Augen, soviel ist klar. Reisen bildet, das durften wir hier am eigenen Leib erfahren", erklärte Hannes Fritzer vor der Rückreise nach Innsbruck, wo der Cappuccino Club bereits seine nächste Aktion, einen Charity Banked Slalom, plant...

 
 

FACT BOX: KIRGISTAN

Einwohner: 6 Millionen

Hauptstadt: Bishkek (ca. 875.000 Einwohner)

Resorts: u.a. Orlovka (90 Kilometer von Bishkek), Karakol (400 Kilometer von Bishkek), Too-Ashu (130 Kilometer von Bishkek)

Saison: November bis April

Flüge: ab 400 Euro (München – Istanbul – Bishkek)


FACT BOX: CAPPUCCINO CLUB

Standort: Innsbruck (AUT)

Mitglieder: 65 (aus Österreich, Deutschland und der Schweiz)

Mission: "Snowboarden ist unsere Leidenschaft, unser Antrieb und unser Ausgleich. Uns ist bewusst, dass dieser Sport und Lifestyle ein Privileg ist. Wir bündeln unsere Fähigkeiten, um jenen zu helfen, denen weniger Glück im Leben zuteil wird."

Projekte: Charity Calendar, Charity Banked Slalom Kühtai, Charity Cards, Kleidersammlungen

 
Website: www.cappuccino-club.org
 
 
 
 
 
 
 

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